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J. LORENZO SAA  B.

DIE ANDENKORDILLIERE

3* ANDEN, , ~kordilliere...; in den ersten Jahren der Besiedlung während der spanischen Conquista hieß sie: CORDILLERA REAL (KÖNIGSKORDILLIERE), ). Ich habe den Eindruck, dass die dort einheimischen Völker (Ureinwohner) nicht unbedingt wussten oder verbal ausdrücken konnten was ein GebirgsKETTE, eine Kordilliere (eine Gebirgslinie, Gebirgszug...) eigentlich ist.

Wohl aber wussten sie, was HÜGEL sind, denn sie sprachen von verschiedenen hohen BERGEN, Hügeln, Bergrücken oder natürlichen Erhebungen, die aus der (Anden)hochebene (also der Grundbodenfläche) herausragten; viel öfter aber benutzten sie (A*) den Begriff für Berg oder Gebirge um damit die Vegetation zu bezeichnen, die auf diesem oder jenem Berg besteht. Saá

Es ist somit gut möglich oder sogar wahrscheinlich, dass die Übersetzer bzw. Dolmetscher, die Eroberer und/oder Siedler, und darunter vor allem jene aus dem kirchlichen Bereich (die gebildeter waren als der Rest, denn die große Überzahl war des Lesens und Schreibens unkundig oder sogar vollkommen ungebildet), in ihren Briefen und Gesprächen, sich auf die Tatsache bezogen, dass diejenigen, die sich auf jenen Bergen bewegten oder etwas transportierten, dort eben gingen (gehen, spanisch = „andar“; „andes“ bzw. „Andes“ (= Anden) ist die zweite Person im Konjunktiv des Präsens von „andar“). Anfänglich waren Pferde (und ähnliche Tiere) dort äußerst kostbar und teuer (B*), weil rar, und die wenigen waren somit den Siedlern, Soldaten bzw. Legionären vorbehalten. Saá

ETYMOLOGIE. Die Ureinwohner nannten sie NAN (=FÜSSE) und da dies sowohl für die Spanier als natürlich die Ureinwohner phonetisch wie auch von der Aussprache her leicht zu merken war, denn die „chaquiñanes“ (Wege) waren für die caminantes, also die Reisenden bzw. Gehenden (Andantes -> Anden), die ja bekanntlich ihre Füße bewegten. SO KAM ES DENN SCHLIEßLICH ZUM NAMEN ANDEN: auf ihnen bewegen sich los que ANDAN (= die Gehenden)

(Quellenzitat: “esta montaña que se llama de los andes" C. de L., 1552, Crónicas del Perú ).-
NAN=PIE/S

NOTA MARGINAL:

A* Das ist ja auch in „unseren“ Tagen noch so.     01. Sep. 07
B*,... in den 30-40er Jahren der Conquista konnte ein Pferd gut und gerne 40.000 Maravedíes kosten (damals ein Gegenwert von NEUNHUNDERT PESOS (eigentlich „Gewicht“) IN GOLD: P.900.oo)
1533/34, Bel’ Alcázar, zahlte Alvarado für jedes von ihm überlassene Pferd 900 Pesos in Gold. Ein Goldpeso entsprach damals vier „schweren“ Pesos …
Jahr 1578...Der spanische König verordnet, dass: „...Ein Karat Gold = 24¾ Maravedíes, der Wert des Goldpeso beträgt 556 Maravedíes...“ A.N. Cedulario.- Boletín. #25.Cedulario. 171; fol.238 Jul.8 1578.-
(Ein Dukaten = 375 Maravedíes.- Ein Real / Ein Escudo = 350 Maravedíes) Jahre 1500-1550.- Später galt dann 1Real = 34 Maravedíes bzw. 0.25 Cent(avos). de Peseta
...Es waren zugleich im Umlauf: Jahre 1608>: Pesos „de buen oro“ (Pesos „aus gutem Gold“), „geprüfte“ Pesos: 1 Peso = 13,5 Reales; und gemeine Pesos „zu je 8 Reales“. (Jahre 1557 bis 1881, als das DEZIMALSYSTEM eingeführt wurde, und die dann SUCRE genannte Währung in Umlauf kam.) ( 60 Jahre nach der von vielen Historikern so genannten Emanzipation von Spanien...!!)

 

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