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J. LORENZO SAA  B.

NAMEN... UND „NAMEN“...

1*...Ein IMPERIUM, ein KÖNIGREICH, in dem die jeweiligen Gemeinschaften (das Volk) unter anderem die SCHRIFT NICHT kannten oder zumindest nicht in einer praktisch, graphisch, beweglich und dauerhaft volkstümlichen Art und Weise (es nämlich gut möglich, dass die so genannten „quipus“ eine Art ‚Schrift’), war es schwerlich möglich, z.B. einen entfernten Ort mit seinem NAMEN zu identifizieren, wie dies die spanischen Eroberer/Siedler zu tun pflegten...

... Vielmehr war dazu eine MĂśNDLICHE BESCHREIBUNG DES AUSSEHENS jenes Ortes Dritten gegenĂĽber vonnöten, so dass jener („CHASQUI“ (K) / „HATUM CHASKI“) dann in der Lage war den besagten fernen und ihm unbekannten Ort bzw. Objekt AUSZUMACHEN. Saá

2* ...Um noch einmal auf OBJEKTE, ORTE, USW. einzugehen, es ist anzunehmen, dass sie deren Form, Gebrauchsweise, Geschmack, usw. beschrieben, jedoch NICHT unbedingt mithilfe eines NAMENS, wie es die „bärtigen Ungeheuer“ zu tun pflegten... Saá

Dies ist der schreckliche, MONUMENTALE FEHLER der Ăśbersetzer und Dolmetscher, und folglich der Historiker, Geographen,... und ganz allgemein die gesamte ‚FAUNA UND FLORA' der Forscher und Studierenden DES ERDENBALLS zu allen Zeiten im Augenblick des Tippens / ‚Schreibens' und öffentlich Machens jener ‚Begriffe' (bescheiden, nicht wahr...?) Saá

3*...NAME, ich bin der Ansicht, dass den indigenen Völkern dieses Kontinents* die BEGRIFFLICHKEIT des NAMENS unbekannt war, zumindest in der Art und Weise, wie sie von den „Entdeckern“ benutzt und aufgezwungen wurde.- Saá

...Vielmehr pflegten sie (die Ureinwohner) Beschreibungen der physischen Gegebenheiten des jeweiligen Orts/Stelle mit Bezug auf bestimmte Besonderheit/en, die im gegebenen geographischen Kontext einzigartig sein konnten oder nicht, abzugeben.. Saá

...Somit konnte zum Beispiel ein Curaca [=Häuptling; d. Übers.] (kuraka..) immer einen Chasqui  (chaski)-Läufer bitten bzw. ihm befehlen, eine Nachricht zu überbringen an die Leute, die dort sind, wo die ...>hambatus de la mocha< ‚aufwachsen’, oder aber an jene, die dort sind, wo die ...>hambatus del socavón< ‚aufwachsen’. ...

…Sehr weit voneinander entfernte Orte (fĂĽr jene Zeit) an zwei örtlich weitab liegenden geographischen Lagen... Saá

*NatĂĽrlich Nordamerika eingeschlossen!... Saá

X (ICKS) SCHÜCHTERNE FRAGE.... hat sich irgend jemand zufällig einmal überlegt, wie man ‚das Wort/der „Name“ socavón (Grotte) bzw. die Phrase/ der NAME „San Juan“..., oder „San Francisco“..., oder auch „San Bartolomé“ auf Quicha, Quechua, Quitche sagt/beschreibt/übersetzt/dolmetscht, oder gar in eine andere Sprache der Ureinwohner….?

...Aufgepasst Studierende, aufgepasst Historiker....! Aufgepasst AUTOREN*, sehr aufgepasst auch Schreiberlinge (escribitantes)*, Nachäffer*... (...mir wurde gesagt, dass..., es heiĂźt, dass..., ‚der Paffe Geschichtsschreiber xx erwähnt/berichtet, dass...’.) Saá

...ES WIRD ĂśBERRASCHUNGEN GEBEN UNTERWEGS...!! Saá
*Cedularios.- A.N.Bol. # .Caja # .Vol. # Cedula # >; fol.; 20/ AG.1758. (4*)
*Escribitan/te....für ‚Scharlatan/escribidor’, Geschichts-Abschreiber... . Nachäffer….wegen der ‚ECHO'-Fiktion des Autors/Berichterstatters...
*Wenn es darum geht über die Vergangenheit, die GESCHICHTE zu schreiben, ist die Bezeichnung „AUTOR“ fehl am Platz, ich empfehle/schlage vor, vielmehr den Ausdruck BERICHTERSTATTER zu verwenden, außer jemand sollte anderer Ansicht sein...
Saá

4*...Als die Eroberer zusammen mit ihren Sitten auch NAMEN aufzwangen, die in ihrer eigenen (die der Eroberer) BEGRIFFSWELT wurzelten, also der jĂĽdisch-christlichen, dann taten sie dies fĂĽr gewöhnlich (durch ‚Taufe’) mit bestimmten Ikonen (‚Heiligen’) der la Katholischen, Apostolischen und Römischen Kirche … sowohl was Personen (essentielles SEIN) betrifft als auch Orte und Besitz (akzidentales SEIN). -Saá

...Aus dem Obigen ergibt sich, dass weder die
Ăśbersetzer/Dolmetscher noch die Studierten
der spanischen Conquista oder der eroberten Völker
JEMALS an so etwas häretisches gedacht bzw. verstanden
Hatten (von den Eroberern gar nicht zu reden,
für die das alles selbstverständlich war,
genau wie fĂĽr Sie, geneigter Leser, nicht wahr?!.-

 

…NAMEN...GEHEN WIR NOCH ETWAS TIEFER...

...Daher kommt die Sitte, einen Ort nach seinem „ALTEN NAMEN“ zu ‚benennen’ "...z.B. ‚San Juan de xxxx'.- Es ist ja wohl wenig wahrscheinlich, dass eine Sache/Ort (akzidentales SEIN) nach ihrer (Be-)nennung durch uns auf unsere Bedürfnisse eingehen (hören) wird...;
So macht es doch also gar keinen Sinn, jener Sache/Ort einen NAMEN zu geben, wie dies die Eroberer ihrer (der Spanier) Sitte und Gebrauch zufolge im Hinblick auf einen geographischen Raum taten.- Anders jedoch, wenn ein Dritter seinem Gesprächspartner (der das verstand) das Aussehen oder die Besonderheit/en jenes Ortes BESCHRIEB / berichtete, das ihn von anderen unterschied. Saá


E-mail: loorsaa@gmail.com

 

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