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J. LORENZO SAA  B.

LEKTÜRE FÜR DEN HUASICAMATO VON PORTOVIEJO

NATION - NATIONEN

7* NATION („NationalitĂ€t“): Die ‚Nation‘ ist als das Geburts- oder Herkunftsland einer Gemeinschaft (‚Partei') oder einer Person; Gruppe/Ethnie zu verstehen dem diese angehört, dem sie entstammt, sei es als Kollektiv oder Individuum...

...Es steht in unserem Zusammenhang in KEINEM BEZUG /KEINER VERBINDUNG zum derzeit gelĂ€ufigen Begriff des Nationalstaates, jedoch schon mit dem der ETHNIE 
 Mögliche Ableitung aus dem / der (?) AYLLU*/ AiLLU (O).- (*Familiengruppe)


Wir sollten stets daran denken, dass die damalige ‚Welt’ (Jahr 1500 A.D.), von MONARCHIEN, also AUTOKRATIEN, Nationalstaaten vom Typ DER STAAT BIN ICH regiert wurde und diesem autokratischen Oberhaupt ALLES unterstand (Besitz und Menschen eingeschlossen 
)


Als die ersten Chronisten von ‚Land’ bzw. ‚LĂ€ndern’ sprachen, dann nahmen sie vermutlich Bezug auf (eine oder mehrere) bestimmte Regionen-LĂ€ndereien-Örtlichkeiten von alter bzw. ‚indianischer’ Herkunft. (Siehe INDIOS...); denn sie ĂŒbersetzten die Wörter aus der bzw. den jeweiligen Sprache/n in die ihrige/n* im Hinblick auf das besagte Konzept, aber sie interpretierten diese NICHT und sprachen nicht fĂŒr kĂŒnftige Leser ihrer Werke (Dolmetscher/Übersetzer), der BEGRIFF ‚indianischer’ NATION, ist in diesem Fall also vollkommen verschieden von dem ‚westlichen’

*Vergessen wir nicht, dass zu keiner Zeit, niemals die Sprachen der Eroberer in die Sprachen der Eroberten ĂŒbersetzt wurden...

Wenn wir also einen Indianer fragten Was DEIN Land TU?, (‘Woher seit Ihr/kommt Ihr, VĂ€terchen?) (20*-umgangssprachlich), dann wĂŒrde jener wohl mit der BESCHREIBUNG seiner Region (LAND=NATION), oder Ethnie/ayllu/sinches(?), seinem Geburtsort antworten
, weil eben die ‚indianische’ Nation, eine Ethnie ist und nicht Territorium...
(Ehrlich gesagt bezweifle ich sehr, dass ihnen der westliche Begriff der territorialen GRENZEN an sich gelĂ€ufig war, ganz im Gegensatz zu der Trennung des Gemeinschaftsbesitzes von dem so genannten persönlichen Besitz
)

Wenn wir also einen Indianer fragten Was DEIN Land TU?, (‘Woher seit Ihr/kommt Ihr, VĂ€terchen?) (20*-umgangssprachlich), dann wĂŒrde jener wohl mit der BESCHREIBUNG seiner Region (LAND=NATION), oder Ethnie/ayllu/sinches(?), seinem Geburtsort antworten
, weil eben die ‚indianische’ Nation, eine Ethnie ist und nicht Territorium...
(Ehrlich gesagt bezweifle ich sehr, dass ihnen der westliche Begriff der territorialem GRENZEN an sich gelĂ€ufig war, ganz im Gegensatz zu der Trennung des Gemeinschaftsbesitzes von dem so genannten persönlichen Besitz
)


Wir können das oben gesagte anschaulich verdeutlichen: Die Bewohner der Gemeinschaft* SALASACA, heute in der Provinz Tungurahua gelegen, betrachten oder anerkennen sich auch 500 Jahre nach der Einverleibung der von ihnen bewohnten Region bis zum heutigen Tag NICHT zugehörig zu dieser Nation, denn unter den Indios betrachten oder anerkennen sie jenen Teil als eine örtliche ’Nation’ der Gegend, weshalb sie jene [andere Nation] auch heute noch als „MITIMAES“* bezeichnen

*Gemeinschaft (spanisch: comunidad);
von lat.: communis, gemein, gemeinschaftlich, allen gehörend...
*MITIMAES;
fremd, auslÀndisch, von anderswo herkommend,
einer anderen Ethnie/Rasse, einem anderen AILLU zugehörig




 

E-mail: loorsaa@gmail.com

 

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