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J. LORENZO SAA  B.

HAMBATO
REISENDE, CHRONISTEN, DOKUMENTE...

Colonial House

Jahr 1606. „...Di Sydlung Hambato, in der di Spanier yhre heuser gebaut, yst gelegen am ufer des flusses gen Oosten hyn, daselbst stehn 25 heuser, bewont von Spaniern, gebaut auss steyn, eynige jedoch aus lehm. Synd alte heuser, gedeckt mit stroh. Yn der mitten dysser Sydlung oberhalb des flusses wird gebaut ein Kürch, zur ehrn von Sancto Johanne Baptista, diess werk yst gar prachtvoll an zu sehn, aus cal y canto (=Kalk und Eiweiß; typ. koloniale Bauweise in Iberoamerika; d. Übers.) Dess gebeuds bau hat begonnen ein mench Sancti Dominici mit namen Rafael Tamariz............, synd drei clerici in besagter kürch, von welchn zwey vorstehn zweyen doctrinis (= Umerziehungszentren) di synd bewont gen 10 strassen aufwertts von besagter Sydlung...........Hat daselbst kenigliche tambos, an grosser zaal wo wanderer und reysende zur ruh sych begeben, di auff dem Kenigsweg daher zyhn. Stet yr vor der zustendig statthalter. Ernannt daselbst vom Landvogt der statt Don Pardo (1*), wie erfollgt im ganzen bezyrk Hambato. Die Sydlung hatt vier metzgen wo verkaufft wyrd alls netigs gnug auff kost (?) vom herren Landvogt.- Es hett daselbst auch gscheft der naturalum (=Indianer; d. Ubers.) fier die ebene von Coyotambo (2*) mit speis und holz, wyrd bezahlt den naturalibus auff der selbig kost; und gar vyle gartten synd daselbst an dem flusse ufer, mit fruchtig beum auss Castilia, wi da synd quitten, apfel, birn, aprikos, pfersich, pflaum (3*), orange, limae, cidrae, tunae, pitahayae, erdbeer von den Spaniern und naturalibus, vyl lucernae felder und...........................

...Yst gar warm und trokken dortselbst, weil das ganz jaar summer yst und hatt gut wasser und hymmel, und gar gesundiglich yst seyn temperamentum, gar vyl menschen synd daselbst auss statt und land zur heylung......es hatt dortselbigst auch vyl herbae purgativae, cardum sanctum, zu reynigen vyl krankheyt und durch operationes von ander kreuter gesunden kranke di si einnehmen.........Am haupte von selbig fluss synd ZWEY MYHLEN wo maalen die Spanier di wohnen in der nemlich Sydlung und besuchen die Estancias.- Dort hats eyn kleyn fischleyn genannt bagre herunten gen sechs strassen vom Kenigsweg, der kummt von die stætt und weiler auss Piru zu die statt von quitu wo sych befindt di Real Audiencia, und eyn helzern bryck um zu gelangen zum ander Kenigsweg...........In all solch gemarkung laborant die Spanier, yr gresste Sydlung yst die nemlich genannt Camaria (4*) wo getreid wechst, mais, hopffen, kartoffel....". ( Fragment aus dem paleographischen Transkript der Notarsurkunde," Bericht an Dn. Juan Piñan del Castillo, Landvogt und Oberrichter....usw., usw..") am 14. Februar 1606... Saá

(1*) Heute Riobamba

(2*) Coyotambo...?

(3*) Higueras

(4*) Camaria...?

Jahr 1631, 8. März, Madrid, KÖNIGLICHE ERNENNUNGSURKUNDE.- “...An den Präsidenten und die Richter der Audiencia von San Francisco von Quito, mit der Order, zur Schaffung von Reservaten für die Indianer und ihre Familien, die nach dem Besuch der Siedlung Hambato für den Dienst bei Kuh- und Schafbauern, an jenen Orten verblieben sind, und so Mangel an Knechten herrscht in der Landvogtei von Chimbo...".- Bulletin 25/A. N. Caja #2 Bd. 1.33. Bl.77.- Saá

Jahr 1748. „Gegrindet auff ein schene ebenen am grunde eyner schlucht; gen Norden flysst EIN STARCKER FLUSS, ZU YBERQUERN MIT EYNER BRYCK, WEILL DA GAR SELBST VYL EILIGS WASSERS FLYSST, ZU DURCH WAATEN ZU GAR KEYNER ZEIT...(RÍO GRANDE...!?). di heuser synd aus lehm, prechtiglich anzusehn, doch alle nieder; wegen der vylen erdenbeben“. (A. Ulloa Mission ‚ Condamine' ).

*(Der aus Ambato stammende Botanikwissenschaftler Dn. Misael Acosta Solís, meinte dasselbe....und fordert uns auf, „aus dem Loch zu kriechen“ ...!) Saá

E-mail: loorsaa@gmail.com

 

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