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J. LORENZO SAA  B.

ZUSAMMENFASSUNG zur GEOLOGISCHEN GESCHICHTE des heute TUNGURAHUA genannten VULKANS (Auszug)

(Aus dem Artikel :"Historia geológica del volcán Tungurahua ".- Veröffentlicht in." Los peligros VOLCANICOS asociados con el TUNGURAHUA ".- Corp. Edit. Nacional.- Nov. 2005.- 2. Ed. I.S.B.N.:9978-84-402-3 / S. 41-48)

...Eine wissenschaftliche Studie von M. Hall. et al. (1999) mit dem Titel „Tungurahua Volcano, Ecuador: Structure, Eruptive History and Hazards“ hat gezeigt, dass sich dieser im Verlauf der Jahrtausende und Jahrhunderte aus DREI aufeinander folgenden Vulkanaufbauten wie folgt zusammengesetzt hat:

„...TUNGURAHUA I.- Es konnte schätzend festgestellt werden, dass der ‚alte’ Vulkanaufbau, den wir Tungurahua I nennen, durch die sukzessive Ansammlung von Material aus Vulkanausbrüchen über einer metamorphischen Grundlage der so genannten Königskordilliere entstand, und zwar vor etwa 770.000 bis 350.000 Jahren; während dieser Zeit fand ein gewaltiger Verschub statt, welcher von einer Explosion begleitet wurde, die seine Struktur teilweise zerstörte.- Eine darauf folgende Schuttlawine füllte damals das heutige Tal von Chambo, wobei die gegenwärtig sichtbaren Terrassen entstanden. In diesem Gebiet befinden sich heute die Orte Penipe, San José de Chazo, La Providencia, Guanando, Pillate und Cotaló.- Jene massive Lawine staute während einer beträchtlichen Zeitspanne die heutigen Flüsse Chambo und Patate, so dass einige Seen gebildet wurden, die über Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende Bestand hatten, vor jene Flüsse wider in ihre ursprünglichen Bette zurückkehren konnten.- Funde aus jüngeren Forschungen legen nahe, dass diese Ereignisse sich vor etwas mehr als 30.000 Jahren zutrugen ...

...TUNGURAHUA II.- Nach einer langen Ruhe- und Erosionsperiode bildete sich der Kegel heraus, der den mittleren Vulkanaufbau darstellt, also den Tungurahua II; dessen Aktivität sich in einem Zeitraum zwischen 30.000 und 3.100 Jahren vor unserer Zeit erstreckte.- Dort fand ungefähr vor 11.200 Jahren ein gewaltiger Ausbruch statt; Vor ungefähr 3.100 Jahren schließlich ereignete sich ein großer Zusammenbruch der Westseite, vermutlich als Folge des starken Gefälles jenes schon damals ‚alten’ Vulkans, sowie das Einfließen einer großen Menge dazythischen Magmas in den Vulkanschlot, in deren Folge eine Kessellawine entstand, wie aus radiometrischen Datierungen geschlossen wird (Bild 1) Nachdem diese beiden durch große Verschubmengen (lokaler Zusammenbruch) infolge alter Aktivitätsperioden aus der Zeit von Tungurahua I und II zerstört wurden, die immer noch auf der Nord-, Ost- und Südseite des heutigen Vulkanaufbaus zu erkennen sind (Bild 1).-

DER KOLOSSALE: HEUTIGE “FEUERSPEIER“!! …

...TUNGURAHUA III.- Der heutige junge Aufbau entspricht schließlich dem Tungurahua III, der nach dem Zusammenbruch des Tungurahua II entstand, also vor ca. 3.100 Jahren.- In den letzten Jahren konnte das Wissen über die Eruptionsgeschichte des Tungurahua III erheblich verbessert werden.- Dank eines wichtigen Programms zur Datierung des vulkanischen Materials in den alten Ablagerungen konnte mithilfe der Kohlenstoff-14-Methode gezeigt werden, dass während jener Zeit der Tungurahua III sich wenigstens sechzehn Mal ‚zu Wort gemeldet’ hat, und zwar mit Eruptionen mit pyroklastischen Ausflüssen, von denen ungefähr 17 Lavaflüsse den Fuß des Vulkanaufbaus erreichten...

„.-EIN zusammenfassender BERICHT zur GESCHICHTE der wichtigsten Eruptionsereignisse der Vergangenheit...

...Tungurahua III.- Kennzeichnet sich durch eine regelmäßige Ausbruchsaktivität aus, mit einem Intervall wichtiger oder moderater Eruptionen von ungefähr zwei Jahrhunderten.- Die Aktivität während der letzten 3.100 Jahre war gekennzeichnet von der Entstehung von Lavaflüssen, pyroklastischen Flüssen und Schuttflüssen sowie einem mäßigen Volumen an pyroklastischem Material, das der Vulkan in die Luft geschleudert hat und das sich hauptsächlich an den Flanken des Vulkans selbst abgelagert hat, und zwar auf der West-, Nordwest- und Südwestseite des Kolosses...

 

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